Metall-3D-Druck für komplexe Industriebauteile
PartsMake unterstützt Maschinenbauunternehmen und technische Entwicklungsabteilungen bei der additiven Fertigung von Metallbauteilen. Wir fertigen mittels DMLS (Direct Metal Laser Sintering) und SLM (Selective Laser Melting) Bauteile, die durch konventionelle Zerspanung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand herstellbar sind.
Unser Fokus liegt auf der industriellen Anwendung: von der Prototypenphase bis zur Kleinserie.
- Schichtdicke
- 20–60 µm
- Dichte
- > 99,5 %
- Toleranz
- ± 0,1 mm
- Werkstoffe
- 4 Legierungen
Additive Fertigungsverfahren in der Übersicht
Die industrielle additive Fertigung ermöglicht die Realisierung von Geometrien, die herkömmliche Fertigungsverfahren wie Fräsen oder Drehen an ihre Grenzen bringen. Im industriellen Kontext setzen wir auf pulverbettbasierte Laserschmelzverfahren. Dabei wird Metallpulver schichtweise durch einen Laser verschmolzen, was eine hohe Materialdichte und mechanische Belastbarkeit der Bauteile gewährleistet.
Unser Maschinenpark ist auf die Verarbeitung technischer Legierungen ausgelegt. Wir koordinieren den gesamten Prozess – von der Datenprüfung über den Druck bis zur notwendigen thermischen Nachbehandlung und CNC-Nachbearbeitung der Funktionsflächen.
DMLS – Direct Metal Laser Sintering
Laserbasierte Schmelzverfahren für feine Strukturen und hohe Oberflächengüte. Ideal für komplexe Innenkonturen und filigrane Gitterstrukturen.
SLM – Selective Laser Melting
Vollständiges Aufschmelzen des Metallpulvers für maximale Dichte und mechanische Belastbarkeit. Geeignet für hochbeanspruchte Funktionsbauteile.
Technische Spezifikationen und Materialportfolio
Die Qualität eines 3D-gedruckten Metallteils hängt maßgeblich von der Prozessstabilität und der Materialwahl ab. In der folgenden Übersicht finden Sie typische Richtwerte für unsere Standardwerkstoffe.
| Werkstoff | Typische Schichtdicke | Dichte (nach Prozess) | Maßtoleranz (as-printed) | Oberflächengüte (Ra) |
|---|---|---|---|---|
| Aluminium (AlSi10Mg) | 30–60 µm | > 99,5 % | ± 0,1 – 0,2 mm | 5–15 µm |
| Edelstahl (1.4404/316L) | 30–50 µm | > 99,8 % | ± 0,1 – 0,2 mm | 6–12 µm |
| Titan (Ti6Al4V) | 20–40 µm | > 99,8 % | ± 0,1 – 0,2 mm | 5–10 µm |
| Inconel 718 | 20–40 µm | > 99,9 % | ± 0,1 – 0,2 mm | 6–12 µm |
Hinweis: Die erreichbaren Toleranzen hängen stark von der Geometrie, Wandstärke und Orientierung im Bauraum ab. Funktionale Passungen erfordern in der Regel eine spanende Nachbearbeitung.
Prozesskette: Vom Druck zur einbaufertigen Komponente
Ein 3D-gedrucktes Bauteil ist selten ohne weitere Arbeitsschritte einsatzbereit. PartsMake integriert alle notwendigen Sekundärprozesse in den Fertigungsablauf.
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01
Datenaufbereitung & DFM
Prüfung der Druckbarkeit, Stützstruktur-Design und Orientierung zur Minimierung von Verzug.
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02
Thermische Behandlung
Spannungsarmglühen zur Reduktion innerer Spannungen im Bauteil.
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03
HIP (Hot Isostatic Pressing)
Optional für hochbelastete Bauteile zur Eliminierung von Mikroporosität und zur Steigerung der Ermüdungsfestigkeit.
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04
Stützentfernung
Manuelle oder mechanische Trennung der Stützstrukturen.
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05
CNC-Nachbearbeitung
Präzisionsfräsen oder Drehen von funktionskritischen Passungen, Dichtflächen oder Gewinden.
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06
Oberflächenfinish
Strahlen, Gleitschleifen oder Elektropolieren zur Verbesserung der Rauheitswerte.
Anwendungsvorteile für die Konstruktion
Der Metall-3D-Druck bietet spezifische Vorteile, die über die reine Formfreiheit hinausgehen.
Interne Kühlkanäle
Realisierung von konturnahen Kühlkanälen in Spritzgusswerkzeugen oder Bauteilen für die Leistungselektronik (Cold Plates), die mit herkömmlicher Bohrtechnik nicht umsetzbar wären.
Topologieoptimierung
Gewichtseinsparung durch gezielte Materialanhäufung an belasteten Stellen bei gleichzeitiger Reduktion in unbelasteten Bereichen.
Funktionsintegration
Reduktion von Baugruppen durch Integration mehrerer Einzelteile in ein monolithisches Bauteil, was Montageaufwand und Leckagerisiken minimiert.
Leichtbau
Realisierung von komplexen Gitterstrukturen (Lattices), die eine hohe Steifigkeit bei minimalem Eigengewicht bieten.
Qualitätsprüfung und Dokumentation
Für industrielle Anwendungen sind Nachweise über die Bauteilqualität obligatorisch. Wir arbeiten bei der Qualitätsprüfung mit folgenden Standards:
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Maßhaltigkeitsprüfung: CMM-Messberichte für nachbearbeitete Funktionsflächen.
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Materialnachweis: Bereitstellung von Materialzeugnissen für das verwendete Pulver.
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Sichtprüfung: Dokumentation der Oberflächenbeschaffenheit gemäß spezifizierter Anforderungen.
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Dichtheitsprüfung: Bei fluidführenden Bauteilen führen wir Druck- oder Leckagetests durch.
Projektanfrage und DFM-Prüfung
Wir prüfen Ihre CAD-Daten bereits vor der Angebotserstellung auf ihre Fertigbarkeit. Dies spart Zeit und vermeidet Fehlproduktionen.
Für eine fundierte Einschätzung benötigen wir:
- CAD-Daten (STEP oder IGES).
- Technische Zeichnung mit Toleranz- und Oberflächenangaben.
- Informationen zum Einsatzzweck (thermisch, mechanisch, chemisch).
- Gewünschte Stückzahl.
Senden Sie Ihre Anfrage direkt an . Unser technisches Team analysiert Ihre Daten und meldet sich zeitnah mit einem wirtschaftlichen Fertigungsvorschlag zurück.
Besuchen Sie uns für ein persönliches Gespräch oder zur Besichtigung von Musterteilen: